Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Land Berlin muss gesundes Schulessen garantieren!

Plenarprotokoll 17/15 - Anfang Juni erreichten uns Meldungen, nach denen die Essensversorgung in Grundschulen des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg zum neuen Schuljahr gefährdet ist...

Vizepräsidentin Anja Schillhaneck:

Jetzt fahren wir fort. Ich komme zur

lfd. Nr. 25 C:

Land Berlin muss gesundes Schulessen garantieren!

Dringlicher Antrag der Fraktion Die Linke

Drucksache 17/0398

Wird der Dringlichkeit widersprochen? - Das ist nicht der Fall. Für die Beratung steht den Fraktionen eine Redezeit zu, die sich aus der Gesamtredezeit von bis zu 15 Minuten für Beratungsgegenstände außerhalb der Haushaltsberatungen ergibt. Es beginnt die Fraktion Die Linke. Das Wort hat Frau Abgeordnete Kittler. - Bitte sehr!

Regina Kittler (LINKE):

Danke schön! - Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Anfang Juni erreichten uns Meldungen, nach denen die Essensversorgung in Grundschulen des Bezirkes Friedrichshain-Kreuzberg zum neuen Schuljahr gefährdet ist, weil die großen Firmen - ich meine, berechtigterweise - nicht mehr zu den jetzigen Konditionen liefern wollen. Inzwischen gab es dazu den offenen Brief der Elternvertretungen der Hunsrück-, der Nürtingen-, der Heinrich-Zille- und der Reinhardswald-Grundschule, der die Problemlage, die weit über die genannten Schulen hinausgeht, beim Namen nennt. 1 800 Eltern haben dem durch ihre Unterschrift Nachdruck verliehen. Wir fordern mit ihnen zusammen: Der Senat muss sicherstellen, dass es zu Beginn des neuen Schuljahres für die Kinder ein gesundes Mittagessen gibt.

[Beifall bei der LINKEN, den GRÜNEN und den
PIRATEN]

Das ist Ziel dieses Antrags. Bitte stimmen Sie diesem Antrag heute zu! Nach Versenkung im Ausschuss macht er keinen Sinn mehr.

Im nächsten Schuljahr werden in anderen Schulen, in anderen Bezirken die jetzt noch gültigen Verträge für die Mittagessensversorgung auslaufen. Auch aus anderen Bezirken melden sich inzwischen besorgte Schulleiterinnen, die aufgrund von Qualitätsmängeln jetzt den Anbieter wechseln wollen und nicht wissen, was sie tun sollen.

Da sind wir beim eigentlichen Problem. Unser Schulessen soll abwechslungsreich und vollwertig sein, aus Zutaten aus ökologischem Anbau und mindestens zu 10 Prozent aus Bioprodukten bestehen und aus unserer Region stammen, also gesund sein. Gut so! Wie soll das aber gehen, wenn laut Kalkulation pro Portion nur noch 50 bis 60 Cent übrig bleiben? Hier müssen wir im Laufe des nächsten Schuljahres eine Lösung finden, die gesundes Essen möglich macht, ohne die Produzenten zu Dumpinglöhnen zu zwingen. Sehen wir gesundes Essen als Teil des Bildungsangebotes! - Danke!

[Beifall bei der LINKEN, den GRÜNEN -
Vereinzelter Beifall bei den PIRATEN]

Vizepräsidentin Anja Schillhaneck:

Vielen Dank, Frau Kittler! -

Dateien


Kontakt