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Vorstellung Vorzugsvariante TVO

Das Thema Tangentiale Verbindung Ost (TVO) begleitet uns alle seit langer Zeit. Viele Bürger*innen haben sich in den Gestaltungsprozess eingebracht – Wünsche geäußert, Bedenken vorgetragen und das Vorhaben stets konstruktiv und kritisch begleitet. Am 18.04.2018 konnten Regina Kittler (Die Linke), Iris Spranger (SPD) und Stefan Ziller (Bündnis 90/Grünen) nun endlich zu einer Veranstaltung einladen, auf der die Vorzugsvariante durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vorgestellt wurde. Der zuständige Staatssekretär Jens-Holger Kirchner (Bündnis 90 Grünen) stellte den mehr als 250 interessierten Bürger*innen die verschwenkte Variante vor. Diese sieht nun einen Streckenverlauf vor, an dem drei Kreuzungspunkte (Norden, Mitte, Süden) mit der Schienentrasse möglich sind. Diese werden im nächsten Schritt durch die Senatsverwaltung durch das „Formalisierte Abwägungs- und Rangordnungsverfahren“ auf die Fragen Verkehrswirksamkeit, Planung und technische Machbarkeit, Stadtplanung und Städtebau sowie Umwelt und Kosten geprüft. Dieses Verfahren bietet die höchstmögliche Bandbreite an operationalisierbaren Faktoren, aber auch eine sehr hohe Rechtssicherheit, um langwierigen Klageverfahren aus dem Weg zu gehen. Eine für die Anwohner*innen entscheidende Forderung – keine Zubringerstraßen zur TVO – wurde durch die Senatsverwaltung bestätigt. Damit sind Zubringerstraßen ausgeschlossen.

Nach der Vorstellung der Variante wurden durch die anwesenden Bürger*innen Fragen gestellt, die folgende Themen als Schwerpunkte hatten:

Schallschutz:  Wie gestaltet sich der Schallschutz entlang der Wohngebiete?

  • Entlang der TVO wird es den notwendigen Schallschutz geben. Dieser wird so konzipiert werden, dass die Wände Schall absorbieren und auch nicht auf die gegenüberliegende Seite reflektieren. D.h. auch die Karlshorster Seite wird vor Verkehrslärm geschützt.

Enteignung: Wird es zu Enteignungen kommen?

  • Die verschwenkte Variante bietet die Möglichkeit bei der am wenigsten in Privateigentum eingegriffen werden muss. Anwohner*innen die hiervon betroffen sein könnten, werden ab Mai zu Gesprächen eingeladen, bei denen verschiedene Möglichkeiten durchgesprochen werden. Entscheidungen hierzu werden jedoch erst im Planfeststellungsverfahren ab dem Jahr 2019 getroffen.

Schallschutz II: Wird es für die Märkische Allee Schallschutz geben?

  • Mit dem Bau der TVO werden die Verkehrsströme auf der Märkischen Allee zunehmen – die Frage nach dortigem Schallschutz ist bisher offen und wird durch die Senatsverwaltung geprüft werden.

Nahverkehrstangente: Wird durch den Bau der TVO die Bahntrasse verhindert?

  • Nein, es wird weiterhin einen 11m breiten Korridor geben, auf dem die Trasse geplant werden kann.

Beschleunigung des Baus: Ist es möglich den Bau zu beschleunigen?

  • Nein. Das entscheidende ist, Planungs- und Rechtssicherheit zu haben. Diese Verfahren benötigen Zeit. Ebenso muss das Projekt in der Bauausführung europaweit ausgeschrieben werden. Derzeitig besitzt das Verfahren höchste Priorität in den Arbeitsabläufen. Eine schnellere Realisierung unter den gegebenen Beteiligungsverfahren ist nicht möglich.

Entlastung Köpenicker Straße: Ist es möglich Seitenstraßen und die Köpenicker Straße vom gegenwärtigen Verkehr zu entlasten?

  • Die Waren- und Verkehrsströme haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Sowohl der innerstädtische, als auch der  Durchgangsverkehr. Kurzfristig kann über die Steuerung von Ampeln oder Geschwindigkeitspollern dafür gesorgt werden, dass Verkehr besser gelenkt und gesteuert wird. Eine Abnahme des Verkehrs wird jedoch kurzfristig nicht möglich sein. Die TVO wird aber dafür sorgen, dass der Verkehr gebündelt und somit aus dem Siedlungsgebiet gezogen wird.