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Es wird zunehmend Verbesserungen für das ÖPNV Netz in Marzahn-Hellersdorf geben. Das war eine der grundlegenden Aussagen die Rainer Paul (BVG) bei der Veranstaltung im Abgeordnetenbüro mitgeben konnte. Wenngleich das Niveau des ÖPNV im Bezirk gut ist, ist allen klar, dass es stets verbessert und ausgebaut werden kann. Neben einer Unternehmenspräsentation über die Arbeit der BVG im Land Berlin, blieb viel Zeit für Fragen seitens der anwesenden Bürger*innen. Die Themenschwerpunkte und das ausgeführten Bemerkungen von der BVG finden Sie untenstehend:

 

Anbindung UKB

Im Gegensatz zu anderen Krankenhäusern in Berlin, ist das Unfallkrankenhaus Berlin, nach Aussagen der BVG nicht besonders gut an den ÖPNV angebunden. Im Zuge der Erweiterung des Gesundheitsstandortes ist geplant, an der Ecke Blumberger Damm/Altentreptower Straße, eine weitere Bushaltestelle zu installieren. Damit sollen Fußwege verkürzt werden und die ÖPNV Anbindung attraktiver gestaltet werden. Nach aktuellem Stand gibt es keine weiteren neuen Linien die das UKB anfahren werden. Somit wird es auch keine direkte Verbindung vom Helene-Weigel-Platz zum Unfallkrankenhaus Berlin geben. Die Auslastung auf den befahrenen Strecken liegt derzeit bei 37%.

 

Ausbau des MH Busnetzes

Bis vor einigen Jahren war die Situation, dass für eine neu zu schaffende Linie in der Regel eine andere Linie eingestellt werden musste. Das lag an der schwierigen finanziellen Lage der BVG, aber auch an fehlenden finanziellen Mitteln seitens des Landes Berlin. Inzwischen kann die BVG wieder investieren. Ziel ist es, dass alle Linien im Bezirk, sowohl Bus als auch Tram, im zehn Minuten Takt angeboten werden können. Dadurch werden die Anschluss- und Umsteigepunkte ebenfalls besser erreichbar sein. Eine neue Linie (294) wird es entlang des Clean Tech Business Park geben. Die Linie wird Hohenschönhausen und Marzahn verbinden und das Gewerbegebiet bedienen. Die Installierung der Strecke kommt im Jahr 2019. Verdichtet wird zeitnah der Takt auf der Linie 197.

 

Ausbau der Linie X69

Es gibt die Überlegung die Linie des X69 in eine Metro Linie umzuwandeln. Bisher sind die Betriebszeiten zwischen 5:30 und 21:00. Mit der Anpassung an eine Metrolinie würde sich die Betriebszeit auf 20 Stunden ausweiten lassen. Damit können vor allem zu späten Abendstunden Busverbindungen angeboten werden. Dadurch würde besonders das Siedlungsgebiet auch in den Abend- bzw. Nachtstunden besser erschlossen werden.

 

Sanierung und Renovierung der U-Bahnhöfe in Marzahn-Hellersdorf

Derzeit werden in Berlin Bahnhöfe saniert, die in keinerlei Weise barrierefrei oder barrierearm sind. Die U-Bahnhöfe im Bezirk zählen zu den barrierearmen Bahnhöfen. Sie verfügen über Rampen und sind somit auch für Rollstuhlfahrer prinzipiell geeignet. Aus der Praxis ist bekannt, dass auch die Rampen keine ideale Lösung sind. Sobald die Sanierung der erstgenannten Bahnhöfe abgeschlossen ist, werden vorrausichtlich ab dem Jahr 2021 Planungen für die Sanierung der Bahnhöfe im Bezirk begonnen. Dann werden diese grundständig in Stand gesetzt, erhalten Aufzüge und werden eine optische Aufwertung unter den Auflagen des Denkmalschutzes bekommen.

 

Tram in Mahlsdorf

Aus Sicht der BVG kann es eine Tram nur mit dem zweigleisigen Ausbau geben. Sonst ist keine stabile Betriebslage zu gewährleisten. Aus Sicht der BVG muss im Anschluss daran die Weiterentwicklung der Tram bis zur Risaer Straße im Fokus stehen.

 

Installierung von HUB Stationen

In diesem Jahr werden drei Teststationen, darunter eine in Lichtenberg, ans Netz gehen. Hier wird es möglich sein, vom ÖPNV auf ein Leihfahrrad, Leihauto, Leihmoped o.ä. umzusteigen. Über eine App wird es dann zukünftig möglich sein mit einer Buchung/Bezahlung verschiedenste Verkehrsmittel zu verknüpfen.

 

Verständliche Durchsagen

Auf zwei Linien wird in Berlin derzeit ein automatisiertes Durchsageverfahren getestet. D.h. der Bus sagt einerseits den Fahrgästen im Bus Stationen an, spricht aber auch an den Haltestellen zu den wartenden Menschen. Diese erfahren hierdurch die Linie, das Ziel, aber auch z.B. Verspätungen. Die oftmals schwer verständlich individuelle Durchsage wird damit obsolet.

 

Einbindung der Seilbahn in die BVG

Nach aktuellem Stand wird die Seilbahn nicht in das Netz der BVG integriert. Die Seilbahn gehört einem privaten Betreiber und ist nicht im Eigentum der BVG. Das unternehmerische Risiko bei einer Bewirtschaftung würde demnach der BVG liegen, aber Gewinne müssten an den Eigentümer abgeführt werden. Dieses Modell wird es mit der BVG nicht geben.