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38. Rotes Sofa mit Instinktiv Kreativ

„Einen schöneren Ort für Menschen schaffen“ – Ausstellung des Künstlerkollektivs „Instinktiv Kreativ“ und Gespräch auf dem 38. Roten Sofa

 

Wer denkt, dass Graffiti lediglich illegale Schmierereien an öffentlichen Plätzen beinhaltet, der sollte sich dringend die Ausstellung des Künstlerkollektivs „Instinktiv Kreativ“ in unserem Abgeordnetenbüro ansehen und sich vom Gegenteil überzeugen.

Am 14. Mai wurde die Ausstellung auf unserem 38. Roten Sofa eröffnet. Dabei kam Regina Kittler mit zwei Vertretern der Gruppe, Philipp (Künstlername: Philipp Beatsen) und Steven (Künstlername: Baum und Borke, ins Gespräch.

Beide sind in Marzahn-Hellersdorf aufgewachsen und kennen sich bereits seit der Schule. Ihr ursprüngliches Hobby, Graffiti, was schon immer kunstvoll und weitaus mehr als nur „Kloschmiererei“ war, haben sie im Laufe der Zeit professionalisiert und öffentliche Plätze sowohl in Berlin als auch international gestaltet.

Vor 10 Jahren bekamen sie ihre ersten Aufträge für die Gestaltung von Grundschulen und Kitas. Ihr Hang zu sozialen Projekten stärkte sich durch Workshops mit Jugendlichen, bei denen sie eine hohe Wertschätzung erfuhren.

Ihr Engagement bei „Roter Baum e.V.“ brachte sie u.a. nach Serbien, wo sie bis heute künstlerisch und sozial sehr aktiv sind. Internationale Kontakte haben einen sehr hohen Stellenwert für die Künstler, dennoch fühlen sie sich ihrem Bezirk Marzahn-Hellersdorf sehr verbunden und wollen ihm weiterhin „etwas zurückgeben und einen schöneren Ort für Menschen schaffen“.

Die Künstler tragen nicht nur zur Gestaltung von öffentlichen Räumen bei, sondern sorgen ebenso für deren Sauberkeit. So bemalt Philipp beispielsweise Schrott auf Straßen mit dem erfolgreichen Ziel, dass vorbeigehende Menschen Gefallen daran finden und diesen mit nach Hause nehmen.

Instinktiv Kreativ schauen aber auch über den Tellerrand des Graffiti hinaus, so beschäftigen sie sich beispielsweise mit Bodypainting, Tape-Art oder Klanginstallationen (wie der „Klimperlichtung“, die auch auf der IGA als Projekt mit Schülerinnen und Schülern durchgeführt wurde).

In der Ausstellung sind Fotografien sowie Zeichnungen auf unterschiedlichsten Materialien (u.a. Holz und Notenpapier) – frei nach dem Graffiti-Motto „Man kann alles bemalen, was existiert“ – zu sehen.

An vielen Berliner Grundschulen, Kitas und Jugendclubs sowie im Landschaftspark Herzberge in Lichtenberg sind große Projekte der Künstler zu finden, die zur Verschönerung des Stadtbildes beitragen.

Machen Sie sich selbst ein Bild und besuchen Sie die Ausstellung dieser jungen, engagierten Künstler bis zum 30.06.2018 zu den Öffnungszeiten unseres Abgeordnetenbüros.

Haben Sie selbst Wünsche oder Ideen für Gestaltungsprojekte, können Sie gern Kontakt aufnehmen unter: philipp@instinktivkreativ.de.

Auch über eine finanzielle Unterstützung freuen sich die Künstler. Spenden sind unter patreon.com/Beatsen möglich.

 

Tanja Swoboda