Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen
Teilen

24. Politischer Frühschoppen

im Stadtteilzentrum Alt-Biesdorf 15, 12683 Berlin

Schüler brauchen Schulen!

Politischer Frühschoppen mit Regina Kittler und Dagmar Pohle

 

Wie lange braucht denn Berlin, um eine Schule zu bauen?“ war am 24. Januar eine der empörten Fragen dieses Treffens mit Bürgern des Wohngebietes im Stadtteilzentrum Biesdorf. Die Grundschule am Habichtshorst, 2013 mit 17 Millionen Euro schon zu billig veranschlagt, ist noch immer ein Gerücht statt ein Schulgebäude. Jetzt ist von einer Eröffnung 2018 die Rede, aber mindestens 5 Millionen Euro teurer als geplant.

 

Weil weder CDU-Bezirksbaustadtrat Gräff noch SPD-Bürgermeister Komoß noch der Berliner Senat endgültig sichere Termine zusagen wollen, wird nun die LINKEN-Abgeordnete Regina Kittler eine Anfrage an den Berliner Senat zum Zeitplan des Schul-Neubaus richten und im Wohngebiet darüber informieren. Auch stattgefundene archäologische Grabungen können schließlich nicht Jahr um Jahr als Verschiebegrund herhalten.

 

Bei der Franz-Carl-Achard-Grundschule in Kaulsdorf ist die Lage anders: Der auch für Schulen zuständige SPD-Bürgermeister Komoß hatte noch vor Erstellen eines Gutachtens im September 2015 selbstherrlich entschieden, das historische Schulgebäude wegen Hausschwamm-Befalls abreißen zu lassen. Und das drei Tage nach Schuljahresbeginn! Der Schaden war seit mindestens 2013 bekannt und das Bezirksamt wurde nicht tätig! Das ist skandalös, noch dazu, wo nur ein Balken im Dachstuhl ausgetauscht werden muss. Elternvertreter und Heimatverein mobilisierten daraufhin eine Unterschriften-Aktion – von Beginn an durch die LINKE in BVV und Abgeordnetenhaus unterstützt – die den Abriss gerade noch verhindern konnte. Und siehe da: Die Schule soll schon im kommenden Schuljahr nach einer Erstsanierung wieder nutzbar sein. Ein Schul-Ergänzungs-Bau wird die Unterrichtsbedingungen sogar noch verbessern.

 

Die Stellvertretende Bürgermeisterin Dagmar Pohle (DIE LINKE) informierte über den Stand des Zuzugs von Geflüchteten nach Marzahn-Hellersdorf, auch über die Situation im neuen Heim am Brebacher Weg. Sie rief dazu auf, z. B. warme Kleidung, Spielzeug und Kindermöbel zu spenden und sich tageweise an Arbeiten zu beteiligen wie Renovierungen oder in der Kleiderkammer – möglichst zu jeweils festen Zeiten. Kritik gab es an der nach wie vor schlechten Organisation der Flüchtlings-Betreuung durch den Senat. Es fehlen Räume für Sprachunterricht, die finanzielle Versorgung der Flüchtlinge stockt, ebenso die Versorgung mit den grünen Kranken-Karten, die Schaffung von „Privat-Sphäre“ für Flüchtlinge gelingt nur sehr allmählich, auch durch Wohnungs-Vergaben.

 

Schließlich informierte Regina Kittler noch über Bauvorhaben im neuen Wohngebiet „Grüne Aue“. Von den Alt-Einwohnern wurden bereits einige besorgte Fragen zur Verkehrs-Anbindung des Wohngebietes vorgetragen. Da muss uns um lebhafte Diskussionen nicht bange sein. Schon im Februar wird eine Sonderveranstaltung zu dieser Thematik stattfinden.

                                                                                                          Peter Kolbe