Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Politischer Frühschoppen mit Regina Kittler und Dagmar Pohle

„Ich mag die Platte!“


... das wünschte man sich allemal, dass DIE LINKE ruft und viele, viele kommen. Ich bin mir nicht sicher, ob es an den Gastgebern zu diesem Politischen Frühschoppen gelegen hat: Regina Kittler, unsere Wahlkreisabgeordnete für den Wahlkreis 4 Biesdorf/Marzahn-Süd, und unsere stellvertretende Bürgermeisterin Dagmar Pohle oder vielmehr am Thema? Aber Politische Frühschoppen gab es schon öfter, und als treuer Teilnehmer habe ich manchmal gegrübelt, wie wir mehr Gäste erreichen könnten.


Diesmal waren wohl mehr die Themen der Grund, warum trotz der 14 Minusgrade - am Sonntagvormittag – mehr als fünfzig Leute in das Biesdorfer Stadtteilzentrum kamen: „Wohnungsneubau in Biesdorf und Marzahn“ und „Halbzeitbilanz zwischen den Wahlen“ stand auf der Einladung. Mitglieder der Basisgruppen haben sie verteilt.


Für das Thema Wohnungsneubau hatte Regina Kittler den Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND, Ingo Malter, eingeladen. Sein Vortrag war für alle ein echter Gewinn. Er leitet ein stadt-eigenes Wohnungsunternehmen mit einer 90-jährigen sozialen Berliner Tradition - im Bestand 40.000 Wohnungen, davon 14.000 in Hellersdorf. STADT UND LAND hat den Auftrag angenommen, der Wohnungsknappheit in Berlin durch Neubau entgegenzuwirken. Allein in Treptow-Köpenick an vier Standorten. Aktuell wird in Biesdorf zwischen der B1 und Weißenhöher Straße der Bau weiterer Stadtquartiere vorbereitet. Auch hier will sich Stadt und Land engagieren. 2- bis 3- geschossiger Wohnungsbau auf dem ehemaligen Gelände des Gutes unter Einbeziehung eines alten Kuhstalles als Begegnungsstätte. Spannende Gespräche gab es zur heutigen Mietenpolitik. Ingo Malter sprach engagiert und konkret darüber, wie das Unternehmen seine soziale Verantwortung als kommunales Unternehmen wahrnimmt. Interessant für die Zuhörer vor allem, wie kalkuliert werden muss, um beim Neubau etwa 20 % der Wohnungen mit sozial verträglichen Mieten anbieten zu können. Bemerkenswert ist, dass bisher nicht ein einziges Baugrundstück durch den Liegenschaftsfonds bereitgestellt wurde, was sicherlich die Baukosten senken könnte. Auch dass die Wohnungsbaugesellschaften mangels geringer Kapitalausstattung für den Neubau Kredite aufnehmen müssen, sollte Aufmerksamkeit besonders bei der LINKEN hervorrufen. Ingo Malters Informationen und Antworten wurden mit sehr freundlichem Applaus aufgenommen.


Es war spannend und deprimierend zugleich, was Dagmar Pohle als Teil ihrer Halbzeitbilanz über die Arbeitsweise des Bezirksamtes berichtete. Wenn ich von vielen Seiten höre, wie mitunter der SPD-Bürgermeister Stefan Komoß im Gespann mit CDU und Grünen in meinem Heimatbezirk regiert – allen bekannt seine willkürliche Entscheidung über die Frauensporthalle im Freizeitforum Marzahn – frage ich mich, wie viel oder besser wenig das noch mit Demokratie zu tun hat.


Aber offensichtlich entspricht das der politischen Atmosphäre, wie sie von der Koalition von SPD und CDU im Parlament der Bundeshauptstadt Berlin gepflegt wird - so unsere Abgeordnete Regina Kittler.

Aber - die Interessen des Wahlkreises sind bei der LINKEN in guten Händen, das war aus der Sachkunde und dem Engagement der beiden Frauen zu spüren.


Für weitere Politische Frühschoppen gibt es schon erste Agreements:

- Zu dem gewichtigen Thema Tangentialverbindung Ost (TVO) hat Regina Kittler den Anwesenden eine solide vorbereitete Gesprächsrunde vorgeschlagen. DIE LINKE will Wahlversprechen der Parteien wachhalten.

- Ingo Malter hat den Teilnehmern eine Informationsrunde zum Projekt Biesdorf B1/Weißenhöher Straße zugesagt, „sobald ich konkrete Informationen machen kann“.

Diesmal war das Ganze mit Satire und Klängen fürs Ohr von und mit Wolfgang Reuter gewürzt. Der Frühschoppen begann mit seinem Lied: „Ich mag die Platte“. „Ich auch“, sagte Ingo Malter, und schon hatte er die Besucher auf seiner Seite. Ich tät’s bedauern, wenn ich das verpasst hätte.


Der Biesdorfer Frühschoppen lebt. Prima!


W.J. Maier


Ihre Meinung ist uns wichtig!