Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Bundesweiter Vorlesetag

Ein bisschen aufgeregt waren die 25 Kinder der KITA „Akazieninsel“ schon, als sie am frühen Freitagmorgen zum Büro der LINKEN-Abgeordneten Regina Kittler loszogen. Was sollte das schon werden – eine Lesung in einem Büro?

Aber dann war alles doch ganz anders als erwartet. Zur Begrüßung gab es für jedes Kind einen Lutscher, der auch gleich gründlich in den Mündern traktiert wurde. Da konnte man während des Lesens leider nicht schwatzen. Denn: Mit vollem Munde spricht man nicht!

Gelesen wurde das in Reimen erzählte Märchen „Erika, das Waschbär-Mädchen“ von Wolfgang Reuter, der sich beim Lesen mit Regina Kittler nach jeder Strophe abwechselte. Eine Powerpoint-Präsentation beamte die Bilder des gleichnamigen Buches an die Wand, so dass die Kinder die aufregende Geschichte wie im Film miterleben konnten. Und das taten sie mit größter Aufmerksamkeit.

Wie aufmerksam die Kinder waren, wurde in der anschließenden Gesprächsrunde deutlich. Von Regina Kittler befragt, erzählten die Kinder anhand der erneut gezeigten Bilder die ganze Geschichte haargenau wieder, oft sogar im Wortlaut des Buches. Den wiederkehrenden „Vorstellvers“ von Erika hatten sie ja bereits beim Vorlesen schon mitgesprochen:

„Ich bin der Waschbär Erika,

hab die Mama verloren.

Ich stamme aus Amerika,

bin aber hier geboren:“

Ganz ähnliche Erfahrungen machten die beiden Vorleser übrigens im Klax-Kindergarten „Salamander“ in der Schmetterlingssiedlung Biesdorf, wo anschließend ab 10.30 Uhr noch einmal vorgelesen wurde.

Zum Abschluss überreichte Regina Kittler ein Buch-Exemplar an eine begleitende Erzieherin, damit von den reich bebilderten Seiten viele Kopien gescannt werden können, die die Kinder dann ausmalen dürfen. Vielleicht denken sie dabei ja noch einmal nach über das Schicksal des Waschbär-Mädchens Erika, das zwar kein einheimisches Tier ist, aber doch bei uns ein neues Zuhause fand. Wie hoffentlich so manches Kind auch, das da als Flüchtling bei uns nach guten Freunden sucht …


Peter Kolbe

Teilen