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11. Januar 2017 DIE LINKE im Abgeordnetenhaus

Teilzeit wegen Überlastung?

Die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler erklärt:

Von den knapp 31.000 Lehrkräften arbeiten mehr als achttausend in Teilzeit. Das geht aus meiner aktuellen Anfrage an den Senat (DS 18/10168) hervor.

Wie überall sind es dabei Frauen, die doppelt so häufig wie ihre männlichen Kollegen zurückstecken. Daraus resultieren dann auch schlechtere Einkommen und Aufstiegschancen von Frauen. Vieles spricht dafür, dass Dauerüberlastung und die Unvereinbarkeit von Beruf und Familie zu den Gründen für die Teilzeitarbeit gehören.

Die Umsetzung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichtes (2 C 16/14) vom Sommer letzten Jahres, bei teilzeitbeschäftigten Lehrkräften auch die außerunterrichtlichen Aufgaben entsprechend zu reduzieren, obliegt nun den Schulleiterinnen und Schulleitern. Der Senat sollte hier aber, wie im Frauenförderplan versprochen, Orientierungen vorgeben.

Der hohe Anteil an Teilzeitbeschäftigung ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Zielstellung des rot-rot-grünen Koalitionsvertrages, für Entlastung der Kollegien zu sorgen, richtig ist und bald verwirklicht werden sollte.

Wenn das gelingt, wird ein Teil der Teilzeitbeschäftigten wahrscheinlich ihre Stundenzahl wieder aufstocken oder zur Vollzeitarbeit übergehen. Das ist vor dem Hintergrund des hohen Einstellungsbedarfes an qualifizierten Lehrkräften das Ziel.

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